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Verpackungen für den Versandhandel

Die Verpackungsverordnung – Wichtig für Onlineshop Betreiber

Grundsätzlich ist jeder Betreiber eines Onlineshops dazu verpflichtet, die Verpackungsverordnung einzuhalten.

Wie häufig der Händler dabei etwas versendet, spielt keine Rolle. Wer etwas an den Kunden versendet, der muss sichergehen, dass die Verpackung ordentlich verwendet wird. Aus der Verpackungsverordnung folgt, dass sich jeder Onlinehändler einem Dualem System anschließen muss.

Wer dies nicht tut, der muss mit empfindlichen Geldbußen rechnen. Diese können sich, je nach Einzelfall, auf bis zu 100.000 Euro belaufen.

Der Zusammenschluss im Dualem System

Der Zusammenschluss der Onlinehändler erfolgt über einen direkten Vertrag. In diesem muss angegeben werden, wie viele Verpackungen in Umlauf gebracht werden. Natürlich handelt es sich dabei nur um einen Schätzwert. Einmal im Jahr wird dann die exakte Menge ermittelt. Hat der Schätzwert diese unterschritten, so wird eine Nachzahlung fällig.

Grundsätzlich gilt diese Lizenzierung in ganz Deutschland. Sollten waren aber auch außerhalb der Landesgrenzen versandt werden, so können auch dort Kosten anfallen. Bei einem Versand nach Österreich muss man beispielsweise an einem Sammel- und Verwertungssystem teilnehmen. Demnach ist dort ein gesonderter Vertrag abzuschließen. Es gilt also genauestens die jeweiligen Regelungen im Blick zu behalten.

Gibt es Mindestgrenzen?

Mindestgrenzen kennt die Verpackungsverordnung leider nicht. Somit muss sich jeder Händler, welcher Waren versendet, dem dualem System anschließen.

Es gibt allerdings kostengünstige Alternativen, welche den Versand von sogenannten Kleinstmengen erleichtern. Eine Option wäre beispielsweise Landbell. Für nur 75 Euro kann man so Verpackungen mit einem Gewicht von 150 Kilogramm für ein Jahr lizenzieren. Somit kann man als Kleinhändler bares Geld sparen.

Nach der Verpackungsverordnung ist eine Unterscheidung zwischen einem Klein- und Großhändler nicht vorgesehen. Auch kleinere EBay-Händler müssen demnach die Lizenzgebühren entrichten. Jeder der Waren erstmalig in Umlauf bringt, muss demnach diese Vorschrift beachten.

Eine kleine Ausnahme gibt es dennoch. Wer Verpackungen für den Versandhandel aus 100 Prozent Biokunststoff verwendet, ist von dieser Vorschrift ausgenommen. Somit kann man um die Registrierung im dualem System herumkommen.

Wie kann die Verordnung kostengünstig eingehalten werden?

Für die Einhaltung der Verpackungsverordnung stehen zwei Möglichkeiten zu Buche. Dabei kann man sich zum Beispiel mit einem Entsorger zusammenschließen. Es fallen somit jährliche Kosten an, welche vorteilhafterweise im Voraus kalkulierbar sind. Allerdings geht man bei dieser Variante auch Verbindlichkeiten ein. So verpflichtet man sich dazu, dass man keine Verpackungen in den Umlauf bringt, welche nicht registriert sind.

So wird sichergestellt, dass der Verbraucher nur registrierte Verpackungen erhalten kann.

Natürlich ist niemand dazu gezwungen einen Vertrag mit einem Entsorger abzuschließen. Ist man selbst in der Lage, ausschließlich auf registrierte Verpackungen zurückzugreifen, so kann man sich die Kosten für einen Entsorger sparen. Allerdings hat man so das Risiko, dass man keine zusätzliche rechtliche Absicherung genießt. Demnach gilt es genauestens abzuwägen.

Das Risiko der Abmahnung

Seit dem Jahr 2009 kann man grundsätzlich als Onlinehändler abgemahnt werden, wenn man die Verpackungsverordnung nicht einhält. Das Erkennen von nicht registrierter Verpackung gestaltet sich allerdings etwas kompliziert. Im Grunde ist dies nur möglich, wenn Testkäufe durchgeführt werden und die Registrierung geprüft wird.

Auch wenn spezielle Testkäufe durchgeführt werden, ist es nicht immer einfach die Registrierung der Verpackung nachzuvollziehen. Für die Verpackungen besteht keine Kennzeichnungspflicht. Somit kann man nur schwer beweisen, dass die Verpackung nicht ordnungsgemäß registriert wurde. Demnach gestaltet sich eine Abmahnung schwierig, da die Beweisfindung nicht einfach ist. Somit hält sich das Risiko einer Abmahnung wegen des Verstoßes gegen das Verpackungsgesetz relativ gering.

About Holger

Holger Freier ist ein digital Native seit einigen Jahren. Seine Leidenschaft gilt dem Social Media - und Affiliate Marketing.

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