15 Tipps für Facebook Ads – So optimierst du deine Anzeigen

15 Tipps für Facebook Ads – So optimierst du deine Anzeigen

Wer eine Facebook Seite betreibt, kann mit Facebook Anzeigen die Reichweite und damit die Besucher enorm vergrößern. Hier einige Tipps wie du deine Anzeigen optimieren kannst.

Dieser Artikel ist Teil der Serie „Facebook Anzeigen für Beginner“

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"Facebook Anzeigen für Beginner"

1. Trenne mobile und Desktop-Anzeigen

Nutze verschiedene Anzeigen-Sets für mobile und Desktop-Anzeigen. Dadurch kannst du die Gebote und Ziele hinsichtlich der jeweiligen Endgeräte optimieren. Anzeigen mit „Calls to Action“ (Handlungsaufforderungen) funktionieren unterschiedlich auf den jeweiligen Endgeräten. Die Performance kann daher sehr unterschiedlich sein.

Trenne mobile und Desktop-Anzeigen

2. Optimiere Desktop-Newsfeed- und „rechte Spalte“-Anzeigen separat

Eine der besten Praktiken im Facebook-Marketing ist eine starke Segmentierung der Anzeigen. Das Trennen von Desktop-Newsfeed- und „rechte Spalte“-Anzeigen ist für die Optimierung der Kampagnen nach Endgerät, Platzierung und anderen Targeting-Optionen enorm wichtig.

Optimiere Desktop-Newsfeed- und rechte Spalte-Anzeigen separat

Im oberen Bild siehst du eine Desktop-Newsfeed-Anzeige mit einem größeren Bild und einer anderen Gesamtstruktur als eine Anzeige in der rechten Spalte. Das bedeutet, dass die gleiche Anzeige auf diesen beiden Platzierungen eine unterschiedliche Performance haben kann.

Um mit einer Kampagne optimale Ergebnisse zu erzielen, ist es notwendig, Newsfeed- und „rechte Spalte“-Anzeigen getrennt voneinander zu optimieren.

3. Teste unterschiedliche Bilder

Bilder sind das wichtigste Element einer Anzeige und der Faktor Nummer 1, wenn Nutzer entscheiden, ob sie einen Beitrag anklicken. Teste daher verschiedene Bilder, um herauszufinden, welches Bild die höchste Klickrate oder die höchste Conversion-Rate erzielt.

Teste unterschiedliche Bilder

Hast du das Bild mit dem besten Ergebnis gefunden, so erstelle ähnliche Bilder und teste weiter, um die Klickrate noch stärker zu optimieren. Unten siehst du Anzeigen-Bilder sowie die dazugehörige Klickrate.

4. Wähle einen Call to Action

Facebook erlaubt es seit einiger Zeit, Anzeigen mit einem „Call to Action“ zu versehen. Diese „Call to Action“-Buttons können einen erheblichen Einfluss auf die Klickrate haben. Teste daher Anzeigen mit verschiedenen Arten dieses „Klick-Buttons“.
Die Buttons findest du im Anzeigen-Setup-Menü, es stehen folgende zur Auswahl:


5. Segmentiere deine Zielgruppe in Anzeigen-Sets

Unterschiedliche Interessen performen auch unterschiedlich in einem Anzeigen-Set. Als Grundregel gilt daher, die Interessen in Themen-Gruppen aufzuteilen und ein Anzeigen-Set je Thema zu erstellen.

Folgende Interessen seien angenommen:

  • Adwords
  • Adwords Experte
  • Adwords-Anleitung
  • Facebook Anzeigen
  • Facebook Marketing
  • Facebook Unternehmen
  • Online Werbung
  • Digital Marketing
  • Marketing online

Segmentiere deine Zielgruppe in Anzeigen-Sets

Dies sind nun drei verschiedene Themen, somit erstellt man drei Anzeigen-Sets für eine Facebook-Kampagne.

Diese Segmentierung ermöglicht es, Anzeigen auf Basis verschiedener Interessen zu optimieren.

6. Installiere einen Conversion-Pixel

Dies ist eine wichtige Funktion, die überraschenderweise von vielen Werbetreibenden noch nicht optimal genutzt wird. Um einen Conversion-Pixel zu erstellen, logge dich in den Werbeanzeigenmanager ein und klicke auf „Conversion Tracking“.

Installiere einen Conversion-Pixel

Auf der nächsten Seite klicke auf den grünen Button „Pixel erstellen“ im rechten oberen Seitenbereich.

Conversion-Pixel

Folge den Hinweisen zum Erstellen des Pixels und füge den Code, sobald du ihn erhalten hast, auf deiner Website ein. Das kann z. B. eine „Dankeschön“-Seite, eine „Eintrag bestätigen“-Seite oder bei einem Onlineshop die Kaufbestätigungs-Seite sein. Nun kannst du die Ergebnisse deiner Anzeigen besser verfolgen.

7. So nutzt du einen Conversion-Code

Facebook erlaubt es, mehrere Conversion-Codes zu erstellen, um z. B. mehrere Ziele auf der Webseite zu verfolgen – wie etwa den Warenkorb in einem Onlineshop oder eine „Dankeschön“-Seite. Oder einfach nur, um mehrere Domains zu bewerben.

Damit Facebook weiß, welches Conversion-Ziel genutzt werden soll, ist in jedem Anzeigen-Set der Pixel-Code anzugeben.

Klicke dazu unterhalb des Anzeige-Setups auf „Erweiterte Optionen anzeigen“ und wähle dann den Conversion-Pixel aus.

Conversion-Pixel

Power Editor:

Im Power Editor klicke auf Conversion-Tracking-Pixel unterhalb des Anzeigen-Setups und wähle einen vorhandenen Code oder erstelle einen neuen. Außerdem kannst du noch einen Conversion-Pixel auswählen, damit Facebook die Anzeigen auf Konvertierungen optimiert.

Conversion-Optimierung

Mit der Auswahl des zweiten Pixels wird festgelegt, dass Facebook die Anzeigen optimiert auf das Ziel der Conversion – es geht also um Nutzer, die sehr wahrscheinlich eine Aktion (Kauf, Eintragung etc.) vornehmen.

Ich empfehle dir, stets beide Optionen auszuwählen. Die erste Option, um die Conversions in deinem Facebook-Konto zu erfassen, um wiederum die Leistung der Anzeigen auswerten zu können. Den zweiten Pixel, um Facebook zur Auslieferung deiner Anzeige im Hinblick auf maximale Conversions zu veranlassen.

Wichtiger Hinweis: Hier sind einige Dinge zum Datenschutz zu beachten -> Ausführliche Informationen dazu hier inkl. Mustertext

8. Ausrichtung nach Verhalten der Zielgruppe

Viele Werbende auf Facebook nutzen als Ausrichtung ausschließlich die Interessen der Nutzer.

Um auch Ziele nach dem Verhalten festzulegen, kannst du im Werbeanzeigenmanager oder Power Editor wie unten dargestellt auswählen.

Ausrichtung nach Verhalten der Zielgruppe

Erstelle für jedes Verhalten ein eigenes Anzeigen-Set, analog zu dem Vorgehen bezüglich der Interessen.

Reisevermittler können gezielt Nutzer ansprechen, die in der konkreten Urlaubsplanung sind, und diesen passend zur geplanten Destination – z. B. „Intender – Australien“ – Anzeigen ausspielen. Anbieter von Handy- oder Tablet-Zubehör können ihrerseits ganz gezielt „Neue Smartphone- und Tablet-Eigentümer“ ansprechen. Anbieter von Social-Media-Tools haben die Möglichkeit, bei Facebook „Page Admins“ zu werben. Radiosender, öffentliche Transportunternehmen oder Automobilhersteller können „Pendlern“ passende Anzeigen präsentieren.

9. Optimiere die Anzeigen zur richtigen Zeit

Viele Anzeigen-Manager geraten in Panik, wenn nach 24 Stunden keine Ergebnisse erzielt werden, und stoppen sogar die Anzeigen. Dies sind häufig jene Leute, die der Ansicht sind, dass Facebook-Anzeigen nichts bringen.

Dabei haben viele ein Tagesbudget von nur 5 EUR festgelegt. Natürlich braucht es eine gewisse Zeit, bis verlässliche und ausreichend auswertbare Daten zur Verfügung stehen.

Als Faustregel gilt, dass eine Anzeige 1500 Nutzer erreicht haben sollte, um mit Auswertungen zu beginnen.

Daher empfehle ich, das Tagesbudget am Anfang nicht zu gering festzulegen, sondern gleich etwas höher – mit mindestens 10 Euro am Tag -, um in kurzer Zeit genug Daten zu erhalten.

Dies ergibt insbesondere dann Sinn, wenn Kampagnen für zeitlich begrenzte Angebote erstellt werden.

10. Einen Retargeting-Pixel einrichten

Interessenten, die z. B. deinen Shop besucht, aber nichts gekauft haben, werden andere Anbieter aufsuchen, um einen günstigeren Preis zu finden.

Diese Nutzer kommen in aller Regel nicht noch einmal auf deine Website zurück.

Hier kommt nun Retargeting ins Spiel, um die Besucher, die z. B. über eine AdWords-Kampagne deine Website besucht haben, noch einmal mit einer Facebook-Anzeige erreichen zu können.
Um einen Retargeting-Pixel zu erstellen, logge dich in den Werbeanzeigenmanager ein und klicke auf „Zielgruppen“.

Retargeting-Pixel einrichten

Klicke nun rechts oben auf den grünen Button „Zielgruppe aufstellen“, dann auf „Custom Audience“ und wähle anschließend die Option „Besucherzahlen deiner Website“.

Nun erscheint ein neues Fenster, in dem du weitere Angaben tätigst. Hier kannst du eintragen, dass nur Nutzer der Liste hinzugefügt werden, die eine bestimmte Webseite auf deiner Domain besucht haben.

Retargeting-Pixel einrichten

Bei einer Anzeige kannst du als Ziel dann diese Liste auswählen, um Nutzern noch einmal dein Angebot zu zeigen. Ebenfalls kann eine Liste auch als Ausschlusskriterium dienen. Nutzer, die deine Webseite bereits besucht haben, werden dann nicht angesprochen.

11. Identifiziere profitable Altersgruppen und Geschlechter

Nicht alle Altersgruppen und Geschlechter haben die gleiche Performance.
Damit du kein Geld mit deinen Werbeanzeigen verschwendest, ist daher festzustellen, welche Altersgruppe und welches Geschlecht die besten Ergebnisse erzielen. Dadurch kannst du deine Anzeigen optimieren und anschließend dein Werbebudget erhöhen, um mehr Verkäufe etc. zu erzielen.

Um eine Analyse durchzuführen, gehe in den Werbeanzeigenmanager und klicke auf „Berichte“.

Identifiziere profitable Altersgruppen und Geschlechter

Anschließend auf „benutzerdefinierte Spalten“ klicken und hier auswählen, welche Daten du auswerten möchtest – in diesem Beispiel die Conversions. Setze den Haken bei „Handlungen“ – falls er nicht bereits gesetzt ist.

Identifiziere profitable Altersgruppen und Geschlechter

Anhand dieser Daten kannst du nun die Anzeigen optimieren. Zum Beispiel indem du die Altersgruppe einschränkst oder Anzeigen nur einem bestimmten Geschlecht anzeigst. Dies kann z. B. sinnvoll sein, wenn du Produkte verkaufst, die überwiegend von Frauen bzw. Männern genutzt werden.

Altersgruppen und Geschlechter

12. Teste „Lookalike Audience“

Eine „Lookalike Audience“-Liste enthält Nutzer basierend auf einer bereits vorhandenen und von dir erstellten Liste, z. B. einer „Custom Audience“-Liste zu deiner Webseite (Shop, „Dankeschön“-Seite etc.). Anhand dieser Liste erstellt Facebook eine Liste mit neuen Nutzern, die ähnliche Merkmale haben wie die bereits vorhandenen.

Teste Lookalike Audience

Erstelle Liste Lookalike Audience

Damit kannst du bei einer Facebook-Anzeige als Ziel diese „Lookalike“-Liste auswählen und deine Anzeige wird nun neuen potenziellen Interessenten angezeigt.

13. E-Mail-Liste als Zielgruppe

Du betreibst z. B. einen Onlineshop und hast eine E-Mail-Liste deiner Kunden.

Erstelle eine Kundenliste, indem du auf „Zielgruppen erstellen“ klickst und dann weiter auf „Custom Audience“ → Kundenliste.

E-Mail-Liste als Zielgruppe

Basierend auf dieser Liste kannst du wie im vorherigen Tipp eine Lookalike-Liste erstellen.

14. Teste Gebotsstrategien

Gebotsstrategien haben einen wesentlichen Einfluss auf den Erfolg von Facebook-Anzeigen. Zu den drei Hauptkategorien gehören das Bieten auf Klicks (CPC), das Bieten auf tausend Impressionen und das Conversion-Optimierungstool (dieses setzt die Installation eines Conversion-Codes voraus).

Teste verschiedene Gebotsoptionen, um die Kosten pro Conversion zu reduzieren. Achte hierbei aber darauf, dass noch genug Auslieferungsvolumen der Anzeigen gegeben ist. Ich empfehle dir, mit CPC und dem Conversion-Optimierungstool zu beginnen.

Die Gebotsmethode wird auf Anzeigen-Set-Ebene unter “Optimierung und Preise“ ausgewählt.

Teste Gebotsstrategien

Wenn du auf Klicks oder auf Conversion-Optimierung bietest, kannst du unter „Preis“ festlegen, wie viel du maximal für eine Aktion ausgeben möchtest, oder lass Facebook den Preis bestimmen (Nicht empfohlen!).

Preise Gebote

15. Plane die Auslieferung von Anzeigen (nur Power Editor)

Facebook ermöglicht es, die Anzeigen nach Tagen und Stunden auszuliefern. Diese Option steht aber nur bei Kampagnen mit einem Laufzeit-Budget zur Verfügung. Dies ist auch der Grund, warum viele Werbetreibende diese Funktion noch nicht verwenden.

Preise Gebote

Fazit

Facebook-Anzeigen können sehr profitabel sein und liefern eine große Menge an qualitativ hochwertigem Traffic, wenn sie korrekt ausgerichtet werden.

Facebook-Werbung eröffnet vielfältige Möglichkeiten, um für dein Unternehmen/deine Produkte neue Kunden zu gewinnen.

Was denkst du? Könntest du die Ergebnisse deiner bisherigen Facebook-Anzeigen mit diesen Tipps verbessern? Welche Facebook-Anzeigen-Strategien setzt du ein? Schreibe einen Kommentar oder stelle eine Frage!

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Weitere Teile dieser Serie:

  1. Einführung
  2. Übersicht über Anzeigenziele und Werbeformate
  3. Einrichtung: Kontoinformationen & Zahlungsmethoden
  4. Erstellung von Kampagnen
  5. Custom Audience und Kampagnen-Budget
  6. Auswertung der Anzeigen Ergebnisse
  7. 15 Tipps für die Optimierung von Anzeigen

Über den Autor

Holger Freier ist ein digital Native seit einigen Jahren. Seine Leidenschaft gilt dem Social Media - und Affiliate Marketing.

6 thoughts on “15 Tipps für Facebook Ads – So optimierst du deine Anzeigen”

  1. Eva

    Vielen Dank für den Beitrag! Die Verwendung des Conversion Pixels muss man auch in seinen Datenschutzrichtlinien seiner eigenen Website vermerken, oder?
    Bei Facebook steht in den Bedingungen für das Conversion Tracking: „Wenn du das Conversion Tracking nutzt, u. a. um Informationen mit uns zu teilen, stimmst du zu und bestätigst, dass du einen geeigneten und hinreichend auffälligen Hinweis bereitgestellt und die entsprechende Zustimmung deiner Nutzer bezüglich einer solchen Erfassung, Nutzung und Offenlegung (z. B. mindestens durch deine auffällig angezeigten Datenschutzrichtlinien) eingeholt hast. „

  2. Arne H.

    Hi Holger,

    vielen Dank für die tollen Tipps bzgl. Facebook Anzeigen.
    Wir nutzen bereits Google Adwords + Bing relativ erfolgreich.
    Wir wollen aber demnächst auch mal Facebook ausprobieren, um unsere Seite zu promoten. Wir werden definitiv die im Artikel genannten Tips beherzigen und Feedback geben!

  3. Nina

    Vielen Dank für den tollen Bericht!

    Bei mir sind dabei noch folgende Fragen aufgekommen:

    1.) Ist es möglich, die Mitglieder einer bestimmten (fremden oder eigenen) FacebookGRUPPE als Zielgruppe für einen beworbenen Beitrag festzulegen? Wenn ja – wie?

    2.) Kann ich als Zielgruppe jemanden wählen, der eine Konkurrenz-Fanpage geliked hat?

    3.) Kann ich als Zielgruppe meine Facebook-Freunde (privates Profil) auswählen?

    Ich freue mich auf Ihre Antwort!
    Viele Grüße
    Nina

    1. Holger Post Author

      Hallo Nina

      danke für deine Fragen die ich gern beantworte.

      1. Mitglieder einer Gruppe kann nicht als Zielgruppe gewählt werden – Bei einer eigenen Gruppe kannst du ja einen Beitrag posten, den erhalten ja die Gruppenmitglieder, da hier der Edge Rank nicht greift – also die Begrenzung der Reichweite.

      Es wäre möglich in fremden Gruppen einen Linkbeitrag zu posten und mit Hilfe der Custom Audience mit der URL des Beitrages eine Zielgruppe aufzubauen. Dann lassen sich die Gruppenmitglieder als Zielgruppe targetieren.

      2. Ja, es lassen sich als Zielgruppe auch Fanseiten targetieren – funktioniert aber nicht mit allen. Richtet sich vermutlich nach der Größe der Fanzahl. Genaue Angaben gibt es von Facebook darüber nicht. Wie man eine Zielgruppe mit Fanseiten erstellt zeige ich in meinem FB Ads Formel Kurs -> http://www.fbadsformel.de/

      3. nein – Du kannst aber deine Freunde auf deine Fanseite einladen und dann über die Auswahl als Ziel deine Fanseite wählen.

      Wenn du mehr über Facebook Werbeanzeigen erfahren möchtest, dann ist mein Kurs „Fb Ads Formel“ genau richtig http://www.fbadsformel.de

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