09Apr Second Life, die Medien-Ente
Es ist derzeit das angesagte Thema für die Medien, angefangen vom Frühstücksfernsehen bis hin zur klassischen Zeitung – die zweite Existenz in der virtuellen Welt von Second Life.
Schon wird über virtuelle Botschaften, von sonst ganz konservativen Staaten, oder Fialen großer Firmen berichtet.
Die Fantasie einiger Glücksrittern schäumt fast über, wenn Avantars virtuell Immobilien, Schuhe und Tickets wie verrückt kaufen und diese “Luftgewinne” in bares Geld getauscht werden können. Natürlich werden wie bei jeder neuen Entwicklung sofort die Gefahr von Betrügereien, Beleidigung und Cybersex befürchtet. Schon erteilen Rechtsanwälte medienwirksam Ratschläge für Second Life und ein Bundesminister lässt sich dazu hinreisen Bedenken zu äußern. Nicht zuletzt veröffentlicht eine große Gerüchte-Tageszeitung ihre “Nachrichten” als virtuelle Publikation. Spätestens da müsste man nachdenklich werden. Von angeblich über 4 Millionen Second life Avantars sind vielleicht 0,0065 % (!) aktive Benutzer? Angelockt von Hype melden sich immer wieder neue Benutzer an und machen einmal und nie wieder die Erfahrung einer leeren Cyberwelt. Ein großer Rechnerhersteller brachte sich so ins Gespräch – ein bewundernswertes Beispiel für alle, die ihr neues Projekt bekannt machen wollen.
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